Die Nutzung (7)

Das Auge und andere Mitesser oder die Bedeutung des »i« für das erfolgreiche IT Projekt.

Da steht es nun, unser fertig gegartes Entlein. Es sieht nur noch nicht hübsch aus. Der verspritzte Kochtopf, der angekohlte Kochlöffel und die Geflügelschere sind nicht das Tafelsilber, um ein Festmahl zu kredenzen.

Es ist wichtig die Speisen nun auch noch hübsch anzurichten, denn wir wissen alle: Das Auge isst mit.

Daher ist es auch wichtig, das Auftischen vorzubereiten und zu informieren, denn die Vorfreude ist ein wichtiger Wegbereiter des Projekterfolgs. Es ist wichtig unsere Gäste mit einzubeziehen, Ihnen zu erklären, dass sie es sind, weshalb wir uns bemühen.

Vorhaben, die häufig Hunderttausende kosten, dürfen nicht in letzter Minute durch eine unprofessionelle oder gar fehlende Einführungsstrategie aufs Spiel gesetzt werden.

Zwischen dem Verspeisen einer Mahlzeit und der Nutzung einer IT Lösung gibt es deutliche Unterschiede: Während das Essen schnell abgeschlossen ist, ist das Informationssystem meist auf Dauer angelegt.

In der Praxis bedeutet dies, dass für neue Systeme oder durch sie implementierte Prozesse auch definierte Eigentümer existieren sollten.

Der Prozesseigentümer ist während des Normalbetriebes der erste Ansprechpartner für alle Belange des Prozesses und überwacht anhand aller im Vorfeld definierter Kriterien ob der Prozess seine eigentliche Bestimmung gut erfüllt.

Wurde kein verantwortlicher Eigentümer für den Prozess definiert, oder wird diese Aufgabe nicht ernst genommen, so wird der Prozess früher oder später verwaisen. Er wird zum Selbstzweck und liefert nur noch wertlose oder sogar falsche Informationen.

Bauen auf diesen Informationen andere Prozesse oder wirtschaftliche Entscheidungen auf, wird aus einer Nachlässigkeit eine reale Bedrohung.